Landeskirchlicher Referent für Freikirchen zu Besuch

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Die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen Gemeinden und Kirchen spielt in unserer Ausbildung immer wieder eine wichtige Rolle. So lud Prof. Dr. Markus Iff, der bei uns im Hause Systematische Theologie und Ökumenik lehrt, einen landeskirchlichen Ökumenewissenschaftler nach Ewersbach ein: Dr. Lothar Triebel arbeitet als Freikirchenreferent am Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes, eines Arbeitswerks der EKD, in Bensheim. Er erlebte am 6. Juni einen Tag „live“ an unserer Hochschule. Dafür nahm er zunächst an einer regulären Lehrveranstaltung teil: In der Sitzung des Ekklesiologie-Seminars im Bachelor-Studiengang wurde passenderweise gerade das Taufverständnis der FeG besprochen, was ja ein Kernthema im Gespräch von Landes- und Freikirchen darstellt. Anschließend hatte Triebel die Möglichkeit, seine Arbeit am Konfessionskundlichen Institut und die Geschichte des Evangelischen Bundes dem Kollegium und der Studierendenschaft vorzustellen. Nach dem Mittagessen mit dem Kollegium und einem intensiven Austausch mit den Professoren kamen Iff und Triebel nochmals mit einem Drittel der Studierenden zusammen, um gemeinsam über die Frage zu diskutieren, was der Begriff „Freikirche“ im deutschen Sprachraum leistet, wie er definiert wird, welche Schwierigkeiten er verursacht und welche Chancen er möglicherweise bietet.
Ein spannendes Thema für uns als freikirchliche Theologinnen und Theologen, die wir immer öfter erleben, dass dieser Begriff in der Öffentlichkeit mit Fundamentalismus oder Sektierertum gleichgesetzt wird. Dr. Triebel ermutigte uns als Studierende dieser Entwicklung entgegenzuwirken und als Freikirche bewusst Anstrengungen zu unternehmen, um den Begriff positiv zu besetzen – und für diesen Wandlungsprozess auch die ökumenischen Partner um Unterstützung zu bitten.